+41 77 523 04 23

contact@mental-health.yoga

9-12h & 14-17h, Monday - Friday

Svadyaya, im Sanskrit wörtlich „Selbststudium“, ist ein Niyama (Tugend) der Yoga-Philosophie, die zur systematischen Beobachtung der eigenen Gedanken, Emotionen, Verhaltensweisen und tief verwurzelten psychologischen Muster einlädt.
Die Integrale Chakra-Psychologie ist ein modernes Konzept, das Svadyaya auf strukturierte Art und Weise anwendet und versteht sich als ein aktiver Prozess der Introspektion. Ziel ist es eine klare und objektive Selbsterkenntnis zu entwickeln, frei von Projektionen, Automatismen und konditionierten Reaktionen.

Sāṃkhya ist ein klassisches Konzept der indischen Philosophie mit dem Ziel, ein tiefes Verständnis der Natur im Allgemeinen und der menschlichen Natur im Besonderen zu entwickeln.

Unser Ausbildungsprogramm in Svadyaya und Sāṃkhya integriert diese Ansätze in einer strukturierten Methodik, sowie einer persönlichen und professionellen Begleitung. Es basiert auf einer ganzheitlichen Sichtweise, die Introspektion, Körperbewusstsein, Atmung und Selbstbeobachtung miteinander verbindet und nachhaltige innere Transformationsprozesse unterstützt.

Ziel der Ausbildung

Diese Ausbildung richtet sich besonders an Yoga-Fachkräfte und Personen des Bereichsseelische undpsychischen Gesundheit und vermittelt konkrete Werkzeuge, um Einzelpersonen oder Gruppen bei unterschiedlichen Themen zu begleiten. Zum Beispiel bei toxischen Beziehungen, Abhängigkeitsmustern oder beruflicher Erschöpfung (Burnout).

Der Ansatz schafft mehr Bewusstsein und ist dem Gegenüber respektvoll und menschlich, geprägt von einem klaren ethischen Rahmen, der an die jeweilige berufliche Praxis angepasst ist.

Ausbildungsziele

Nach Abschluss des Programms sind die Teilnehmer in der Lage:

  • die philosophischen und praktischen Grundlagen des Svadyaya in der yogischen Tradition sowie deren zeitgenössische Anwendung zu verstehen
  • Werkzeuge der Selbstbeobachtung und Intrspektion zu integrieren, um innere Muster (Gedanken, Emotionen, Verhaltensweisen) zu klären und zu verstehen
  • Wie man Gymnastik (Asanas) und Atemtechniken (Pranayama) ergänzend einsetzen kann
  • das notwendige Vertrauen zu entwickeln, um sensible Themen wie toxische Beziehungen, Abhängigkeit, Depression oder Burnout anzusprechen
  • eine ethische und professionelle Haltung einzunehmen, sich der eigenen Grenzen bewusst sein und die Bedürfnisse der Zielgruppe sowie den yogischen Verhaltenskodex respektiert
  • Situationen zu erkennen, in denen die Vermittlung an eine Fachpersonen (Psychologen, Ärzte, spezialisierte Therapeuten) erforderlich ist.

Zielgruppen

Dieses Programm richtet sich an:

  • Yogalehrer oder Praktizierende, die mehr die psychologische Dimension in ihre Yogapraxis einbringen möchten
  • Fachpersonen aus dem psychiatrischen und gesundheitlichen Bereich (Psychologen & Psychiater, Therapeuten, Coaches, Pädagogen), die das Selbststudium des Yoga in ihre Arbeit integrieren möchten
  • Fachpersonen aus dem Bereich Wellness, die an Introspektion interessiert sind und wie dieser Ansatz mit dem Körper und der Atmung in Verbindung steht

Voraussetzung ist eine bereits vorhandene Erfahrung bezüglich dem Thema Yoga, sonst ist man vermutlich schnell überfordert.
Die eigenen Kenntnisse können im Vorfeld über unseren kostenlosen Online-Test (Dauer ca. 10 Minuten) evaluiert werden.

Sollten sie die Voraussetzungen noch nicht erfüllt, unterstützen wir Interessierte gerne dabei einen geeigneten Kurs zu finden, bei dem Sie sich das nötige Wissen aneignen können.

Inhalte und Ablauf

Das Programm kombiniert Theorie und Praxis mit konkreten Fallbeispielen. Behandelt werden unter anderem:

  • Svadyaya als Disziplin der Selbstbeobachtung (Introspektion)
  • Grundlagen der Sāṃkhya-Philosophie: Tattvas und Kārikās
  • Psychologische Entsprechungen der Chakras und ihre wechselseitigen Einflüsse
  • Integration von Körper- und Atempraktiken zur Unterstützung der Introspektion
    (Einfluss von Asanas und Pranayama auf den Geist)
  • Analyse praxisnaher Fallbeispiele
  • Rolle der begleitenden Person, ethische Grenzen und bewährte Praktiken
  • Übungen zur Analyse und Verbesserung; Anleitung zur Praxis

Jedes Modul ist abwechslungsreich und behandelt unterschiedliche Themen die Vermittlung unserer Kenntnisse, praktische und pädagogische oder professionelle Anwendung.

Ethischer Rahmen und Grenzen

Das Programm legt besonderen Wert auf:

  • eine klare Abgrenzung zwischen begleitender Unterstützung und klinischer Psychotherapie
  • die Einhaltung rechtlicher und berufsethischer Rahmenbedingungen
  • die psychologische Sicherheit der begleiteten Personen
  • wie man eine Person bei ihrer inneren Arbeit begleitet

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der persönlichen und professionellen Haltung der begleitenden Person, auf ihrem Unterscheidungsvermögen und der korrekten Anwendung von Svadhyaya

Praktische Informationen

Format

  • Ausbildung in kleineren Gruppen zur Gewährleistung einer individuellen Begleitung
  • Einzelunterricht

Dauer

  • 30 Stunden, verteilt auf 5 Tage

Urkunde

  • Am Ende der Ausbildung wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt

Kosten

  • CHF 1’000.–